Wie alles angefangen hat... Es war eine Zeit des Aufbruchs für die Wollröder Bürger als zum Jahresende 1912  beschlossen wurde, das Dorf mit elektrischem Licht zu versorgen. Das Dorfoberhaupt war  der Landwirt Conrad Fehr, der im Jahre 1907 zum Bürgermeister gewählt wurde. Überall in  den Städten und Dörfern wuchsen die Jugendverbände wie Pfadfinder aus dem Boden. So  war auch die Jugend in Wollrode im Aufbruch. Vor allem die jungen Männer waren bereit  neben der schweren Arbeit etwas für Geist und Körper zu tun.  Auch 1912 wurde wie jedes Jahr von der Gemeindevertretung die Genehmigung und  Durchführung der Kirmes beschlossen und es liegt die Vermutung nahe, dass auch die  Genehmigung zur Gründung eines Turnvereins auf der Tagesordnung stand. Am  21.09.1913 finden wir jedenfalls eine Eintragung, dass dem Turnverein „Gut Heil“ eine  „Beihilfe“ von 15 Reichsmark bewilligt wurde. Sicherlich wurden hiervon die ersten  Sportgeräte gekauft.  Während vor dem 1. Weltkrieg vermutlich nur geturnt wurde, fing man danach auch an,  Handball zu spielen und Musik zu machen. 1927 wurde die Handballabteilung gegründet.  Man spielte zunächst auf den Wiesen rund um das Dorf wie z.B. dem heutigen Grundstück  Felsch, auf Sinnings Wiese oberhalb des Mühlenteichs, auf Scheuchs Wiese „vor dem  Dorfe“ oder auf Wolframs Wiese in der Nähe des heutigen Festplatzes. Trainiert wurde auf  der „Bleiche“ (heute Grundstück Dilchert).  Bis 1919 bekam der Verein den Platz an der „Lichauschen Kuhle“ zugesprochen. Als in  1928 die Kohleförderung eingestellt wurde, bekam der Verein den Zechenplatz zurück und  die Gemeinde begann ihn nach und nach zum Sportplatz auszubauen.  Mittlerweile gab es noch zwei weitere Vereine in Wollrode. Da war zum einen der  Turnverein Wollrode-Albshausen, der in der Gaststätte Fehr, dem heutigen Wollröder Krug,  zu Hause war und hauptsächlich turnte. Zum anderen der Arbeiterturnverein, welcher sein  Domizil bei Mainz am „Bache“ hatte und Handball spielte, sich später „Turnverein Wollrode  1920“ nannte und die erste Meisterschaft 1932/33 nach Wollrode holte.  Wilhelm Weinmeister (Opa von Dieter Weinmeister), Johannes Knippschild (Uropa von Matthias Opfermann), Johannes Wenderoth (Opa von Gerhard und Walter Paeßler), Heinrich Schmoll (Opa von Siegrid Grebe), Johannes Mainz (Vater von Heinz Mainz) (Aufnahme aus 1962) Die folgenden Texte stammen aus den vergangenen Sportkurieren und basieren teilweise auf Erinnerungen! Bei Fehlern (Falsche Bilder,Namen,Orte) auf den folgenden Seiten der Historientour bitten wir Sie deshalb bei Fehlern unser Kontaktformular zu benutzen oder dies dem Vorstand (Helmar Proll) zu melden!